Die Klinik steht mit keiner pharmazeutischen Firma in vertraglicher Beziehung, auch gibt es keinerlei Gründe für Gefälligkeiten (weil z.B. ein Arzneimittel früher gegen Entgelt klinisch geprüft wurde). Die Nennung von Präparaten, die mit ® gekennzeichnet sind, erfolgt also nicht in Werbeabsicht, sondern weil selbst bei Ärzten oft der Handelsname bekannter als der jeweilige Wirkstoff ist. Daß auch noch andere Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff auf dem Markt sind, ergibt sich aus dem Zusatz "z.B.". Sollte sich eine Firma benachteiligt fühlen, weil ihr Mittel nicht erwähnt wird, so fügen wir dieses auf Wunsch gerne ein, E-Mail reicht aus!

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Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation, weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).

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Wer trägt denn überhaupt die Kosten für eine stationäre Schmerztherapie (stationäre Rehabilitation) in dieser Klinik und in welchem Falle bezahlt die Krankenkasse oder die Rentenversicherung?
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Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht darauf , in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zum 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik. Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: www.schmerzklinik.com/sozialgericht2 oder auch https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik und vom Sozialgericht Köln erging die einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerzklinik.com/sozialgericht3.

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Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:

Arthrose, Bandscheibenvorfall, Borreliose, Brennende Füße, Cluster-Kopfschmerz: Komplexes regionales Schmerzsyndrom, Durchblutungsstörung, Dorsalgie, Fibromyalgie, Fibromyalgiesyndrom, Gelenkschmerzen, Gesichtsschmerzen, Gliederschmerzen, Gürtelrose, Herpes zoster, Hüftschmerzen, Ischias, Kausalgie, Kopfschmerzen, Kreuzschmerz, Leistenschmerzen, LWS-Syndrom, Lumbalgie, Lumboischialgie, Migräne, Morbus Sudeck, Nervenschmerzen, Neuralgie, Neuritis, Neuropathie, Osteomyelitis, Polyneuropathie, postzosterische Neuralgie, Restless legs, Rückenschmerzen, Schlaganfall, Schulterschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Spinalkanalstenose, Steißbeinschmerzen, Zephalgie

Internationale (englischsprachige) Themen: Causalgia, Complex Regional Pain Syndrome, Complex regional pain syndrome type I, Complex regional pain syndrome type II, CRPS, CRPS-Type II, Face Pain, low back pain, Prosopalgia, Reflex Sympathetic Dystrophy Syndrome, Sudeck atrophy, Sudeck disease, Sudeck dystrophy

Empfehlenswerte Links:

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Antidepressivum
Thymoleptikum, Thymoanaleptikum

Modifizierter und aktualisierter Beitrag aus dem Buch "Ambulante und stationäre Therapie chronischer Schmerz en", herausgegeben von R. Le eser. Enke Verlag Stuttgart (Nov. 1995, 2. Auflage), ISBN 3-432-9932-1 * (Beurteilung im Deutschen Ärzteblatt, Heft 27, 5.7.1996: Ausgereiftes Handbuch der Schmerztherapie mit einem vorzüglichen pharmakologischen Überblick).

Ein Arzneimittel gegen die Depression, also ein Mittel gegen "traurige Verstimmung" wird als Antidepressivum bezeichnet.

Synonyma (= weitere gebräuchliche Bezeichnungen) für ein Antidepressivum sind: Thymoleptikum, Thymoanaleptikum

Da sich die Schmerz wahrnehmung insbesondere bei chronischen Schmerzzuständen zu einem intensiven und quälenden Schmerz erleben ausweiten kann, ist es sinnvoll, je nach Stimmungslage und Antriebsverhalten, auch entsprechende Psychopharmaka (= Mittel die auf die Psyche wirken) mit in die medikamentöse Schmerztherapie aufzunehmen.
Diese sind nicht nur im Hinblick auf ihre ursprüngliche psychiatrische Indikation
(= Anzeige) von Nutzen, sondern auch wegen ihrer teilweise eigenständigen, schmerzdistanzierenden und evtl. zentralen (= im Gehirn) analgetischen (= schmerzlindernden) Wirkung, wie sie inzwischen für manche Substanzen dieser Gruppe nachgewiesen werden konnte (Wörz 1986).
Ihre Verordnung setzt eine umfassende Aufklärung des Patienten über diese Indikation
(= Anzeige) und mögliche Nebenwirkungen voraus. Sie wird oft abgelehnt, da viele Patienten die Gabe von Psychopharmaka wie eine psychiatrische Etikettierung empfinden und sich dadurch diffamiert fühlen.

Als zusätzliche Medikation oder allein eignet sich zur Schmerztherapie ein

Tri- oder tetrazyklisches Antidepressivum (Thymoleptikum, Thymoanaleptikum)

Wir beschränken uns im Folgenden auf eine überschaubare Anzahl gut untersuchter Präparate, die sich auch bei uns bewährt haben.

Eine medikamentöse Behandlung mit einem Antidepressivum (Thymoleptikum, Thymoanaleptikum) ist in erster Linie bei endogenen (= aus innerer Ursache entstandene, anlagebedingte) Depressionen (= "traurige Verstimmung") indiziert (= angezeigt). Wegen des affektiv (= die Gefühlswallung betreffenden) distanzierenden Effektes, mit Anhebung der Schmerz schwelle, und ihrer analgetischen (= schmerzlindernden) Potenz eignet sich ein Antidepressivum zur adjuvanten (= in Arzneimitteln ein selbst unwirksamer, aber die Wirkung der anderen Komponenten fördernder Bestandteil) Schmerzbehandlung wie auch zur primären Therapie chronischer Schmerzzustände. Die affektiv distanzierende Wirkung führt zur Anhebung der Schmerzschwelle und entfaltet dadurch einen analgetischen, schmerzmittelpotenzierenden und schmerzmitteleinsparenden Effekt. Darüber hinaus lassen sich sekundär entstandene (= z.B. auf chronische Schmerzen zurückzuführende) depressive Neigungen (aber auch primäre, schmerzunabhängige) meist günstig beeinflussen.

In der Regel treten zu Beginn der Behandlung die sedierenden (= beruhigenden) und die unerwünschten vegetativen (= z.B. vermehrtes Schwitzen) Eigenschaften auf, nach etwa einer Woche kommt die antriebssteigernde (thymeretische) Wirkung hinzu. Erst nach 2-3 Wochen ist mit dem depressionslösenden, stimmungsaufhellenden (thymoleptischen) Effekt zu rechnen.
Da alle An tidepressiva in unterschiedlicher Ausprägung eine sedierend anxiolytisch
(= beruhigende, angstlösende), depressionslösende oder auch eine antriebssteigernde (hemmungslösend) Wirkung entfalten können, erfolgt der Einsatz eines geeigneten Antidepressivum s generell nach der jeweiligen Leitsymptomatik des depressiven Zustandbildes unter besonderer Berücksichtigung bestimmter Zielsymptome.

Empfehlenswert ist eine einschleichende (auch ausschleichende) Dosierung, wobei die antidepressive (= gegen die traurige Verstimmung gerichtete) Tagesdosis in den ersten drei Tagen aufgebaut wird. Ab dem vierten Tag wird dann auf die Erhaltungsdosis umgesetzt. Zweckmäßigerweise werden bei einem sedierenden Antidepressivum zwei Drittel der Gesamtdosis abends verabreicht. Die zur Schmerztherapie erforderlichen Psychopharmaka-Dosierungen sind allgemein niedriger anzusetzen. Durch parenterale (= unter Umgehung des Magen/Darm-Traktes, also als Spritze, Infusion) Applikation, z.B. durch Infusionstherapie, wird ein rascherer Wirkungseintritt erzielt, eine Stimmungsaufhellung zeigt sich häufig schon nach wenigen Tagen.

Tabelle: Wirkungsspektren der wichtigsten, antidepressiv wirkenden Psychopharmaka

Tabelle: Wirkungsspektren der wichtigsten, antidepressiv wirkenden Psychopharm aka

------Antidepressivum-----------(Klassifizierung*)----Zielsymptome
---------------------------------------------------------------------------------------------------------

stimmungsaufhellend:

Clomipramin (z.B. Anafranil®) a depressive Stimmung
Desipramin (z.B. Pertofran®) a depressive Stimmung
Maprotilin (z.B. Ludiomil®) b Gedrücktheit
Mianserin (z.B. Tolvin®) b Grübelzwang
Nortriptylin (z.B. Nortrilen®) a Gewißheit von Schuld

sedierend anxiolytisch (= beruhigend, angstlösend):

Trimipramin (z.B. Stangyl®) a Angst, Getriebenheit
Amitriptylin (z.B. Laroxyl®) a Hypochondrie (= u.a. gesteigerte Selbstbeobachtung)
Amitriptylinoxid (z.B. Equilibrin®) a Erwartungsangst
Maprotilin (z.B. Ludiomil®) b innere Unruhe
Opipramol (z.B. Insidon®) a Selbstanklage
Venlafaxin (z.B. Efexor®) c Angst, soziale Angststörung
Doxepin (z.B. Aponal®) a Jammern
Duloxetin (Cymbalta®) c depressive Stimmung und Schmerzen (zugelassen zur Beh. der diab. Polyneuropathie)

antriebssteigernd:

Nortriptylin (z.B. Nortrilen®) a Antriebsschwäche
Clomipramin (z.B. Anafranil®) a Ideenarmut
Fluoxetin (z.B. Fluctin®) c Entscheidungsschwäche
Fluvoxamin (z.B. Fevarin®) c Unentschlossenheit

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*Klassifizierung (modifiziert nach Kielholz 1972):
a trizyklisches Antidepressivum
b tetrazyklisches Antidepressivum
c
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
d nicht "klassifizierbares" Antidepressivum

Vegetative Nebenwirkungen (z.B. Schwitzen, Schwindel, Gewichtszunahme) sind vor allem bei den zuerst entwickelten trizyklischen An tidepressiva vorherrschend, bei den tetrazyklischen, insbesondere bei "nicht klassifizierbaren" An tidepressiva, werden diese jedoch weniger beobachtet.

Ergänzende Dateien:

www.schmerzklinik.com/schmerzmittel
www.schmerzklinik.com/psychopharmaka
www.schmerzklinik.com/neuroleptika

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aktualisiert: >31.03.2008</> www.antidepressivum.de <strong>Thymoleptikum</strong>, <strong>Thymoanaleptikum</strong> <strong>Antidepressivum</strong>

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